Was sind personenbezogene Daten?

Der Datenschutz betrifft nur Daten, die sich auf Personen beziehen. Also auf Menschen.

Eindeutig personenbezogene Daten

Sobald der Name einer Person oder eine sprechende E-Mail Adresse (wie „nicholas.vollmer@…“) betroffen sind, so greift der Datenschutz.

Dementsprechend unterliegt die Nutzung von E-Mails im Unternehmen dem Datenschutz. Demzufolge gilt: Wenn mehr als 10 Personen im Unternehmen mit E-Mails arbeiten, so müssen das Unternehmen einen Datenschutzbeauftragten bestellen.

Daten mit indirektem Personenbezug

Aber auch wenn keine direkte Identifikation einer Person vorliegt, so lässt sich doch manchmal über einen kleinen Umweg auf einen Menschen rückschließen.

Dies gilt beispielsweise beim Besuch einer Webseite: Sie haben zum Abruf dieser Webseite die IP-Adresse Ihres DSL-Anschlusses an unseren Server übermittelt. Ihr DSL-Anbieter kennt die Zuordnung dieser IP-Adresse zu Ihrem Namen. Dementsprechend fällt Ihre IP-Adresse unter den Datenschutz. (Das sagen zumindest viele Experten.)

Grenzfälle

Jegliche Videobeobachtung öffentlich-zugänglicher Räume unterliegt dem Datenschutz. Sofern also jemand nicht seine Familie (oder sein neues Auto) filmt, so unterliegt er dem § 6b BDSG (Video-Beobachtung). Das galt Ende 2013 auch für die Wildkameras, die von Jägern im Wald installiert wurden. Und es gilt seit Februar 2014 auch für Dashcams (also Videokameras auf dem Armaturenbrett von Autos).

Apropos Grenzfälle: Es gibt erstaunlich viele Grenzfälle, wo sich die Experten absolut uneinig sind. Dies gilt auch für die Frage, ob Daten personenbezogen sind. Beispielsweise bei der Frage nach dem Personenbezug von IP-Adressen (siehe oben) wird leidenschaftlich kontrovers diskutiert. Es vergeht kein Monat, in dem nicht in einer Fachzeitung eine juristische Herleitung geliefert wird.